Mittwoch, 5. März 2014

Die Magdeburger Grünen spendieren der Jutta-Balk Straße ein neues Schild

Quelle: Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen
KV Bündnis 90/Die Grünen. Die Magdeburger Bündnisgrünen wollen anlässlich der Aktionstage zum Internationalen Frauentag in Magdeburg wieder ein Straßenzusatzschild spenden. Ziel der Aktion ist es eine Straße auszuwählen, die den Namen einer berühmten weiblichen Persönlichkeit trägt und mithilfe der Zusatzinformation den Hintergrund der Person wieder den Bürgern*innen ins Gedächtnis zu rufen.

Diese Aktion steht in guter Tradition bei den Magdeburger Grünen. Denn jedes Jahr suchen sie eine bestimmte Straße aus, die in den Genuss einer Zusatzbeschilderung kommt. In diesem Jahr haben sie sich für die Jutta-Balk Straße in Buckau entschieden.

Jutta Balk wurde 1902 in Riga geboren. Sie studierte Malerei und Kunstgeschichte bei Sonja Plawneck, Susa Walter und an der Akademie bei Kramareff. Sie war bald vorrangig künstlerisch tätig und konnte einen Ankauf eines ihrer Werke beim Rigaer Kunstmuseum erwirken. Danach war sie eher kunstgewerblich tätig. Im Jahr 1941 wurde sie ausgesiedelt und kam an die Elbestadt. An der Volkshochschule lernte sie Marionettenbau. Sie verdingte sich dann als freiberufliche Puppengestalterin in Magdeburg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sie sich für die Etablierung und Gründung eines professionellen Puppentheaters in der Landeshauptstadt ein. Aber erst 1958 unterstützte die Stadt das Theater und das städtische Puppentheater war geboren, dieses besteht bis heute. Jutta Balk arbeitete unter der Leitung von Gustav Möller noch selbst am Puppentheater bis 1967. Nach ihrem Ausscheiden blieb sie als Ehrenmitglied erhalten. Sie war auch als Übersetzerin tätig.

Die öffentliche Einweihung der Zusatzbeschilderung findet am 8. März 2014 um 11.00 Uhr statt. Alle Interessierten Bürger*innen sind dazu eingeladen, so die Magdeburger Grünen.

Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt lädt zum "Tag der Berufe"

Quelle: Bundesagentur für Arbeit 
BA Sachsen-Anhalt. Stagnierende Schülerzahlen, ein historisches Bewerbertief – die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist auch in Sachsen-Anhalt längst gekippt. Viele Unternehmen haben Probleme ihre Lehrstellen zu besetzen. Auf der anderen Seite brechen viele Jugendliche die Ausbildung ab, weil sie andere Vorstellungen hatten, dies stellt die Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt klar.

Eine mögliche Lösung soll es sein, die Schüler so früh wie möglich für einen Betrieb zu begeistern. Zum siebten Mal organisieren die Arbeitsagenturen heute den Tag der Berufe. Ihr Ziel ist es Jugendliche und Wirtschaft zusammenbringen. Über 4.000 Jungen und Mädchen und über 530 Unternehmen haben sich dazu angemeldet. Noch nie suchten in Sachsen-Anhalt so wenige Jugendliche einen Ausbildungsplatz wie im vergangenen Jahr. 13.336 Bewerber hatten sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. Noch mal 687 weniger als 2012.

In absehbarer Zeit werde sich die Situation nicht groß ändern, verkündete der Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius: „Die Demografische Entwicklung hat aus dem Stellen – einen Bewerbermarkt gemacht. Noch nie waren die Chancen für Schüler so gut wie jetzt. Jeder Jugendliche, der will und kann, kann einen Ausbildungsplatz bei uns in Sachsen-Anhalt bekommen. Die Unternehmen müssen sich auf die Lage einstellen. Wer das nicht macht, riskiert leer auszugehen.“

Um ihre Attraktivität zu steigern, sollten Unternehmen den Jugendlichen vor allem längerfristige Perspektiven nach der Ausbildung bieten. Hier gebe es noch Luft nach oben. Der Anteil Derjenigen, die nach der Ausbildung übernommen werden, ist zwar in den letzten Jahren gestiegen, liegt aber mit 58 Prozent unter dem Niveau Westdeutschlands. Zudem müsse das frühe Heranführen an den Betrieb durch Ferienjobs und Praktika einen wichtigen Platz in der Strategie zur Nachwuchswerbung werden, betonte Senius. Besonders bei kleinen Unternehmen, die sich keine kostspieligen Werbeaktionen oder Personalabteilungen leisten könnten.

Ausbildungsstellenmarkt Berichtsjahr 2013
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Eine Herausforderung für die Fachkräftesicherung der Unternehmen ist auch das Berufswahlverhalten vieler Jugendlicher. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB-Regional) in Halle wurden im Jahr 2011 in  Sachsen-Anhalt über 30 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Häufige Gründe: Neben schlechter Stimmung im Betrieb spielen auch falsche Vorstellungen vom „Traumjob“ eine Rolle.

„Jugendliche schränken sich bei der Berufswahl unnötig ein. Sie orientieren sich vielfach an den Medien, aber auch an überholten Rollenmustern statt an den Chancenberufen der Region. „Das Berufsleben bietet viele attraktive Ausbildungsberufe, die mitunter sehr gute Zukunftsperspektiven haben.  Da müssen Eltern, Schulen aber auch wir noch bessere Unterstützung bei der Orientierung bieten“, sagte Kay Senius. Genau dafür sei auch der von den Arbeitsagenturen organisierte „Tag der Berufe“ da.

Unter dem Motto „Check Dein Talent“! wollten sich heute über 4.000 Jugendliche einen echten Eindruck vom Berufsleben machen. Heute sollen die Mädchen und Jungen ab Klasse 7 erkunden: Was passt zu mir? Wie sieht der vermeintliche Traumjob wirklich aus. In den Unternehmen sollen sowohl Chefs als auch Auszubildende Rede und Antwort stehen.

Dienstag, 4. März 2014

Magdeburger Aktionstage zum 103. Internationalen Frauentag beginnen

Stadt Magdeburg. An heutigen Dienstag beginnen die diesjährigen Frauenaktionstage. Rund um den 103. Internationalen Frauentag am 8. März sollen Ausstellungen, Lesungen, Aktionen und Foren auf die Situation und die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit aufmerksam machen. Bis zum 1. April soll es ein vielfältiges und breites Programmangebot von Vereinen, Verbänden, Fraueninitiativen und Kirchen geben.

Höhepunkte der Frauenaktionstage 2014 wird unter anderem eine Veranstaltung mit einem künstlerischen Programm des Theaters Magdeburg am 6. März um 14.00 Uhr im Opernhaus sein, ein Frauentags-Frühstück am 8. März in Leos Bistro am Katharinenturm (Kosten: drei bis fünf Euro), ein Informationsstand von Vereinen und Projekten am 8. März ab 11.00 Uhr vor Karstadt und das Forum "Mehr Frauen in die Politik" am 13. März um 17.00 Uhr im Volksbad Buckau/Frauenzentrum Courage.

Zum diesjährigen Aktionsprogramm gehören unter anderem auch die Lesung "Nakajima. Eine israelisch-japanische Liebesgeschichte" am 10. März um 16.00 Uhr im Roncalli-Haus, die Lesung "Was bleibt?" - Nachdenken über Christa Wolf (1929 - 2011) am 18. März um 19.00 Uhr im Literaturhaus und das "Forum Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" am 21. März um 10.00 Uhr im Alten Rathaus. Die Frauenaktionstage 2014 enden mit der Veranstaltung "Russlanddeutsche Frauen erzählen aus ihrem Leben" am 1. April um 16.00 Uhr im Alten Rathaus.

Den Auftakt der diesjährigen Frauenaktionstage bildet aber der heutige Beginn der Ausstellung "Mitteldeutsche Frauenschicksale in der Reformationszeit - Streiflichter aus dem landeskirchlichen Archiv" in der Freiherr-vom-Stein-Straße 47. Die Ausstellung kann bis zum 30. März besucht werden.

Veranstalter sind das Amt für Gleichstellungsfragen, der Politische Runde Tisch der Frauen, das Literaturhaus, das Volksbad Buckau und das Frauenzentrum Courage. Zu den einzelnen Veranstaltungen der Frauenaktionstage möchten die Organisatoren alle Magdeburgerinnen und Magdeburger einladen. Alle Infos sind auch im Internet unter www.magdeburg.de und www.frauen-magdeburg.de zu finden.

Weitere Ausstellung zu den Nutzungskonzepten für die Hyparschale angekündigt

Stadt Magdeburg. Studenten aus Magdeburg und Rosenheim haben Ideen für eine künftige Nutzung der Hyparschale entwickelt und dazu verschiedene Modellkonzepte erstellt. Die Entwürfe werden unter dem Titel "HyparAktiv" ab 6. März im IBA-Shop in der Regierungsstraße 37 gezeigt. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Nutzungskonzepte für das einzigartige Bauwerk im Stadtpark Rotehorn wurden von Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Zusammenarbeit mit Innenarchitekturstudenten der Hochschule Rosenheim erarbeitet. Anlass ist das 45-jährige Bestehen der Hyparschale. Nach einer ersten Präsentation im City Carré macht die Ausstellung mit den Konzepten ab Donnerstag im IBA-Shop Station.

Die Hyparschale wurde 1969 als Messe- und Ausstellungszentrum für Magdeburg nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtet. Sie steht seit 1990 unter Denkmalschutz, gilt als architektonisch Bemerkenswert und war ein kulturelles Wahrzeichen im Stadtbild. Das Gebäude hat mittlerweile einen erheblichen Sanierungsbedarf. Deshalb hat die Landeshauptstadt ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Sanierung des Daches finanziell zu beteiligen.

Ermöglicht wurde die Arbeit der Studenten durch eine Förderung des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union. Ziel war es, einen finanzierungsreifen Businessplan für reale Geschäftsideen zu erstellen und Masterstudenten für Unternehmensgründungen in Sachsen-Anhalt zu sensibilisieren.

Ziel der Fallstudie „HyparAktiv“, welche MovE II (Mobilisierung von Entrepreneurinnen) in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim bearbeitet hat, ist es ein ganzheitliches Konzept für die Nutzung der Hyparschale zu erstellen. Hierbei sollen sowohl architektonische Aspekte als auch der betriebswirtschaftliche Hintergrund und die Finanzierung verschiedener Nutzungskonzepte betrachtet werden. In der Vergangenheit gab es bereits viele Interessenten für das Objekt, an einem Investor und einem durchdachten Gesamtkonzept mangelt es aber bisher.

Montag, 3. März 2014

Neue Marktforschungsanalyse der Mediengruppe Magdeburg vorgestellt

mm regioscan. Am letzten Dienstag wurde in der Otto von Guericke Universität, die neue Regional-Analyse der Mediengruppe Magdeburg vorgestellt. Rund 300 Gäste erschienen zur Veranstaltung. Durch den Abend führte Torsten Bühring, der Projektbeauftragte der Mediengruppe Magdeburg sowie der Kabarettist Lars Johansen. Zahlreiche Politiker und Behördenvertreter waren unter den anwesenden Zuhörern.

Der mm regioscan - die Regional-Analyse der Mediengruppe Magdeburg, welche auch der Herausgeber der Volksstimme und des General-Anzeigers ist, ist die aktuell umfangreichste Marktforschungsanalyse im nördlichen Sachsen-Anhalt. Beleuchtet werden unter anderem die wirtschaftliche Situation, die Einschätzung der persönlichen Zukunft der Menschen, das Konsum- und Freizeitverhalten, die Mobilität in Stadt und Land sowie das Mediennutzungsverhalten, betonen die Verantwortlichen die Kernelemente der Studie.

"Das Wissen um das wirtschaft liche und mediale Geschehen in unserer Region ist für die Mediengruppe Magdeburg geradezu ein Lebenselixier. Regionalstudien gehören daher bereits seit Jahren zum Portfolio der Mediengruppe Magdeburg. Für die Jahre 2013 und 2014 sollte das Projekt, losgelöst von den Vorgängerstudien, neu gedacht werden ...", äußerte Carola Korzenek, Stellvertretende Verlagsleiterin der Mediengruppe Magdeburg.

Der mm regioscan soll sich somit vor allem an Unternehmen der Region, öffentliche Institutionen, Verbände und Kammern richten. Wichtigstes Ziel soll es sein fundierte Analysen sowie Zahlen zur Region Altmark, Börde, Harz, Jerichower Land und Salzlandkreis sowie der Landeshauptstadt Magdeburg zu liefern. Die Studien entstehen in der Zusammenarbeit mit der IHK Magdeburg und der Handwerkskammer Magdeburg.

Ebenfalls vorgestellt wurde die Webseite* der Marktforschungsanalyse. Diese ist für die Öffentlichkeit frei verfügbar und man kann nach kurzer Registrierung eigene Statistiken aus den Datensätzen erstellen. Die Befragung von 2.576 Menschen soll nach Angaben der Mediengruppe Magdeburg im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes erfolgt sein. Doch nähere Angaben zum Datenschutz gaben die Projektinitiatoren nicht.

*http://www.mm-regioscan.de/mm-regioscan.html

Neues Symposium zu jugendpolitischer Interessenvertretung angekündigt

Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. Jugendpolitische Interessenvertretung ist mittlerweile ein Bestandteil der deutschen Demokratie. Dabei vertreten junge Menschen die Anliegen von Kindern und Jugendlichen. Sie sollen als Sprachrohr für sich und andere in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik wahrgenommen werden. Um zu zeigen, wie jugendpolitische Interessenvertretungen funktionieren, veranstaltet der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) am 31. März 2014, ein Symposium zu dem Thema "Jugendpolitische Interessenfairtretung auf Augenhöhe". Hier soll das Zusammenwirken von unterschiedlichen Akteur*innen im Feld der Jugendpolitik in den Fokus gerückt werden.

"Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen müssen in der Gesellschaft sowie in der Politik ernstgenommen werden. Ihre Interessen finden aber nicht immer ausreichend Berücksichtigung. Deshalb ist eine starke Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung", so Nicole Stelzer, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. Gleichzeitig betont der KJR LSA, dass jugendpolitische Interessenvertretungen politische sowie gesellschaftliche Akzeptanz benötigen.

Das Symposium startet mit dem Impulsvortrag von Sophie Bose "Der Einfluss jugendpolitischer Interessenvertretung auf die Gestaltung des Landes Sachsen-Anhalt". Den Schwerpunkt soll ein Planspiel "Verhandlung – Kompromiss – Demokratie" bilden. Dabei soll nachvollziehbar werden, wie das Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und jugendpolitisch Engagierten funktioniert. Die Moderation des Planspiels übernimmt Annette Berger.

Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Jugendverbänden und Jugendarbeit wurden eingeladen sich an der Veranstaltung zu beteiligen, damit die Herausforderungen der Arbeit von jugendpolitischer Interessenvertretung gemeinsam diskutiert werden kann. Einlass für alle Interessierten zur Veranstaltung ist um 14.00 Uhr im Forum Gestaltung, in der Brandenburger Straße 10. Bis zum 19. März ist es noch möglich sich per E-Mail anzumelden. 

Sonntag, 2. März 2014

Zugang zu Arztpraxen sind oft nicht barrierefrei

Magdeburger Kurier. In der 67. Sitzung der Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen ging es vor allem um die Problematik der Zugänge zu Arztpraxen in der Stadt. Diese sind nach wie vor ein wichtiges Thema, da viele von ihnen noch nicht barrierefrei oder zumindest barrierearm sind. Die Leitung der Sitzung hatte Hans-Peter Pischner (Behindertenbeauftragter der Stadt Magdeburg), der Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit sieht.

In der Stadt gibt es noch einige Beispiele für Arztpraxen, die klar gegen Grundsätze der Barrierefreiheit verstoßen. Seit über 2 Jahren beispielsweise versucht der Unabhängige Magdeburger Arbeitskreis Kommunalpolitik (UMAK) und die Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Altstadt (AG GWA Altstadt) einen barrierefreien Zugang zum Ärztehaus Tränsberg 21-23 zu ermöglichen. Aufgedeckt wurde der Missstand durch eine Beschwerde einiger Seniorinnen, die Schwierigkeiten hatten das Haus zu betreten. Eigentlich geht es nur um zwei Stufen am Eingang, die als Kritikpunkte genannt werden.

Nach mehreren Ortsbegehungen und einigen Beratungen dachte man, man hätte eine einvernehmliche Lösung gefunden. Denn diese wurde 2013 nach Absprache und Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt sowie den Behindertenbeauftragten vorgestellt. Der Gehweg sollte beiderseitig bis auf die Höhe des Eingangs angerampt werden. Die Baukosten sollten sich laut Medienangaben auf 6000,- Euro belaufen.

Im Sinne der Befürworter der Lösung eine kostengünstige und machbare Lösung. Allerdings hat sich die Eigentümergemeinschaft des Ärztehauses nicht dazu durchgerungen das vorliegende Papier umzusetzen. Grund genug für die UMAK das Thema auf der Sitzung zum zentralen Diskussionspunkt zu machen.

Mehrere Ärzte und Vertreter der kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt betonen, dass in dieser Sache auf die Ärzte, welche Miteigentümer des Gebäudes sind, kein Druck ausgeübt werden könne. Sie unterstreichen besonders die Stellung von Arztpraxen in Deutschland als freie, wirtschaftlich arbeitende Unternehmen. Damit ist eine Einmischung in bauliche Angelegenheiten als Eingriff in die eigenverantwortlichen finanziellen Angelegenheiten verstanden worden.

Die UMAK reagierte mit einem Appell an die Ärzte und gab den Stellenwert der Barrierefreiheit als Marketinginstrument besondere Bedeutung. Denn nicht nur die guten medizinischen Leistungen der Ärzte sind für Patienten entscheidend, sondern auch die Zugänglichkeit ihrer Praxen. Eine Lösung scheint nun in weiter Ferne gerückt zu sein.