Freitag, 28. Februar 2014

Stadt- und Landesarchive laden zum "Tag der Archive" ein

Stadt Magdeburg. Zum "Tag der Archive"  am 8. März laden in diesem Jahr deutschlandweit wieder viele Archive zum Besuch ein. Die Besucher haben am "Tag der Archive" die Möglichkeit, verschiedene Räume, wie Lesesäle und die sonst nicht öffentlich zugänglichen Magazine, in Augenschein zu nehmen. Darüber hinaus kann man sich in Gesprächen mit den Archivaren über die Bestände und Benutzungsmöglichkeiten informieren. Auch Vorträge werden angeboten. Das bundesweite Motto des diesjährigen Tages der Archive lautet "Frauen -  Männer - Macht".

In Magdeburg beteiligen sich das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in der Brückstraße 2, das Stadtarchiv in der Mittagstraße 16 sowie das Landeskirchenarchiv in der Freiherr-vom-Stein-Straße 47. Der Eintritt wird frei sein.

Mit Blick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres lädt das Landeshauptarchiv für den 8. März um 11.00 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung "Leben mit der Elbe. Hochwasser(schutz) in Magdeburg und Umgebung" ein. Diese wird durch den Staatssekretär des Ministeriums für Inneres und Sport, Prof. Dr. Ulf Gundlach, eröffnet. Den Eröffnungsvortrag "Elbefluten. Zum Umgang mit Naturkatastrophen in der Vormoderne (1783-1785)" hält Prof. Dr. Eva Labouvie von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

In der Ausstellung präsentiert das Landeshauptarchiv Archivalien von 1316 (erzbischöflicher Spendenaufruf nach einer Überschwemmung) bis zur Bewältigung der Katastrophe von 2002 und veranschaulicht dabei Hochwasserereignisse und Hochwasserprävention mit verschiedensten zeitgenössischen Quellen. Darüber hinaus besteht von 10.00 bis 15.00 Uhr die Möglichkeit, das Archivgebäude im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

Das Stadtarchiv bietet in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr stündlich Führungen durch sein neues Archivgebäude, wobei der letzte Beginn um 15.00 Uhr ist. Eine Präsentation von Archivalien zeigt Akten, Feldpostbriefe, Lebensmittelmarken, Zeitungen und andere Schriftstücke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918. Da die Männer an der Front kämpften, gefallen oder verwundet waren, mussten die Frauen das zunehmend schwerer werdende Leben in den Städten und Gemeinden in die Hand nehmen. Die ausgelegten Archivalien zeigen dies eindrucksvoll.

Außerdem werden ausgewählte Personenstandsregister gezeigt und auf Wunsch einführende Erläuterungen zur Familiengeschichtsforschung gegeben. Im oberen Geschoss des Stadtarchivs sind Lese- und Schreibübungen alter Handschriften des 19. Jahrhunderts möglich. Zudem können Bauakten und historische Filmaufnahmen aus Magdeburg angesehen werden. Eine Ausstellung des Notfallverbundes Magdeburger Archive informiert über den Kulturgutschutz und die Bergung von Archivalien in Katastrophenfällen.

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